Sneakers sind, vorallem wenn es um limitierte Auflagen geht, eine begehrte Ware. Der Wiederverkaufswert steigt teilweise immens.

Viele grosse Onlineshops und andere geschäftstüchtige Unternehmer bedienen sich, um an diese limitierten Sneakers heranzukommen, teils zweifelhafter Methoden.



MarcGalal

Also da gibt es diesen Schuh, der ist auf Stückzahl X limitiert und dann spielen manche einfach unfair und benutzen Bots und vor allem gibt es Einige die sagen: „Ich will zehn haben und verkauf die für den dreifachen Preis weiter.“ Da existiert ja ein richtiges Business mit Shops, die keinen einzige Account von irgendeiner Marke haben, aber trotzdem die ganzen Sachen und die zu horrenden Preisen verkaufen. Und bei uns war halt das Ding… Wir hatten irgendwie 700.000 Aufrufe in der Minute. Welcher Server soll damit klarkommen? (Martin Schreiber von Bonkers)

 

Bilder im Onlineshop verkauft anstatt Sneakers

Aufgrund der ständigen Serverausfälle liess sich ein Onlineshop in Frankfurt etwas einfallen. Es wurden 3000 neue Produkte in jeder Grösse in den Webshop integriert. Anstatt aber die Schuhe zu verkaufen, wurden Fotos der Bilder angeboten. Die Produktbeschreibung und der Produkttitel wiesen ausdrücklich darauf hin. Der Produkttitel unterbreitete beispielsweis folgendes Angebot: „Foto von Sneaker XYZ“. Stammkunden und Lieferanten wurden zudem seperat darüber informiert, dass es sich dabei um ein Foto und nicht die Schuhe selbst handelte.

„Also haben wir gesagt, dass wir jetzt auch mal den Mittelfinger zeigen und digitale Bilder von den Schuhen verkaufen.“ (Martin Schreiber von Bonkers)

Kurz nachdem die Produkte online waren, wurde wiederum enorme Mengen durch die Bots eingekauft. Ein einzelner Händler hat scheibar für über 7000 €uro eingekauft.

Lohnenswerte Aktion?

Durch diese Aktion hat der Onlineshop sicherlich Aufsehen erregt und seinen Namen in der digitalen Welt bekannter gemacht.

Letztlich hat es sich auch finanziell gelohnt, denn einige Erträge sind sicherlich hängen geblieben. Trotzedem wurden einzelnen Kunden, welche die Benutzung eines Bots zugaben, einen Wergutschein ausgestellt.

Rechtmässig oder Illegal?

Der Onlineshop hat sich grundsätzlich in jeder Richtung abgesichert. Die Produktitel und Beschreibungen haben eindeutig darauf hingewiesen, was gekauft wird. Zudem wurde eine zusätzliche Checkbox bei der Bestellabwicklung eingesetzt, dass nochmals auf die Problematik hinwies.

Aufgrund dieser Punkt und die speziellen Bedingungen in Deutschland für Wiederverkäufer, sollte der Shop in den meisten Fällen auf der sicheren Seite sein.

Nichts neues!

Bereits im Jahr 2000, als die Playstation 2 herauskam, gab es auf Ebay Angebote, welche ein Bild der Spielkonsole verkauften. Das vermeindliche Schnäppchen wurde schlussendlich zu einem teuren Bild.

Fazit:

Mit dieser Aktion hat der Onlineshop sicherlich für viel Aufsehen gesorgt, was der eigenen Markenbildung sicherlich nicht geschadet hat. Auch wenn es anfangs auch Beleidigungen gab, wird der Betreiber für dieses Vorgehen im Internet gefeiert.

Sicherlich hat man damit auch die ständigen Serverzusammenbrüche für den Moment gebannt.

Trozdem: Wer einen Bot programmieren kann, der automatisch Schuhe kauft, der schafft es auch eine Erweiterung zu integrieren, welche Wörter wie Bilder, Pics, Fotos und Images etc. rausfiltert und diese Produkte dann nicht einkauft. Aus dem Grund ist eine Nachahmung nicht unbedingt empfohlen.

 

 

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